Status der nationalen Solidarität

Wurden Sie Opfer eines Terroranschlages, so können Sie einen Antrag bei der zentralen Anlaufstelle der Kommission für finanzielle Hilfe zugunsten von Opfern vorsätzlicher Gewalttaten stellen.

Guichet unique pour les victimes d'actes de terrorisme

Rue Evers, 2-8
1000 Bruxelles
Tel. : 0471 12 31 24
             E-mail : terrorvictims@just.fgov.be

Status der nationalen Solidarität

Es gibt drei Status für Opfer: direkte Opfer, Berechtigte und indirekte Opfer. Ihre Rechte variieren je nach Ihrem Status.

Direkte Opfer

  • Sie waren zum Zeitpunkt des Terroranschlages am Ort des Anschlages, und
  • Sie haben physische und/oder psychische Schäden erlitten.

Sie beanspruchen:

A) eine Wiedergutmachungspension

Das gerichtsmedizinische Amt wird Sie zu einer ärztlichen Untersuchung einladen, um Ihren Invaliditätsgrad feststellen zu können. Das gerichtsmedizinische Amt ist bereits im Besitz der verschiedenen medizinischen Berichte, die bei der zentralen Anlaufstelle der Kommission für finanzielle Hilfe zugunsten von Opfern vorsätzlicher Gewalttaten eingereicht wurden. Sie können sich von einem Arzt Ihrer Wahl oder einem nichtärztlichen Berater begleiten lassen.

Wenn der anerkannte Invaliditätsgrad mindestens 10 % beträgt, erhalten Sie eine Pension. Diese besteht aus 3 Teilen: Invaliditätspension, Pension wegen Amputation und/oder Pension für die Hilfe einer Drittperson.

Die Beträge werden monatlich bezahlt.

A.1. Lebenslängliche Invaliditätspension

Nachstehend finden Sie die indexierten Beträge vor dem 1. Juli 2017.

Nachstehend finden Sie die indexierten Beträge ab dem 1. Juli 2017.

A.2. Pension wegen Amputation

Nachstehend finden Sie die indexierten Beträge vor dem 1. Juli 2017.

Nachstehend finden Sie die indexierten Beträge ab dem 1. Juli 2017.

A.3. Pension für die Hilfe einer Drittperson

Nachstehend finden Sie die indexierten Beträge vor dem 1. Juli 2017.

Nachstehend finden Sie die indexierten Beträge ab dem 1. Juli 2017.

Erhalten Sie schon eine Invaliditätsentschädigung (wegen Körperschäden) anlässlich desselben Terroranschlages, so kommt Ihnen die höchste Entschädigung zu, oder so wird der Kapitalbetrag zur Berechnung des fälligen Überschusses in eine fiktive Rente umgewandelt. Die bereits vom Sonderhilfsfonds für Opfer vorsätzlicher Gewalttaten erhaltene Katastrophenhilfe, der finanzielle Ausgleich für immaterielle oder wirtschaftliche Schäden, sowie die Versicherungsrückstellungen werden nicht abgezogen.

5 Jahre nach der ursprünglichen Entscheidung wird diese Pension von Amts wegen überprüft, im Hinblick auf eine Überprüfung Ihrer Verletzungen. Verschlimmert sich Ihre Situation, so können Sie auch selbst eine Überprüfung beantragen.

B. Die Rückerstattung jeglicher ärztlichen, heilhilfsberuflichen, pharmazeutischen und Krankenhausaufenthaltskosten sowie der Kosten für orthopädische Hilfsmittel und Prothesen, die infolge des Terroranschlages notwendig sind

Stellen Sie bitte einen Antrag auf Rückerstattung bei Ihrer Krankenkasse, die Ihre Unterlagen selbst an die Sachverständigenkommission der HKIV weiterleiten wird.

Ist es außerdem, gerade wegen der Terroranschlägen, für Sie schwierig, die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden, so können Sie die Erstattung der Fahrtkosten bei Ihrer Krankenkasse beantragen, die der Sachverständigenkommission der HKIV den Antrag übermitteln wird.

C. Den Status der nationalen Solidarität und die Karte der nationalen Solidarität 

Mit dieser Karte können Sie sich als Opfer eines Terroranschlages bei den Krankenkassen und der Gesellschaft anerkennen lassen. Sie werden an der Huldigung der Nation beteiligt.

Berechtigte

  • Sie sind der hinterbliebene Ehepartner, der hinterbliebene gesetzlich oder tatsächlich zusammenwohnende Partner eines Opfers, das an den Folgen des Terroranschlages gestorben ist, und/oder
  • Sie sind ein Kind zu Lasten eines Opfers, das an den Folgen des Terroranschlages gestorben ist.

Sie beanspruchen:

Eine Pension als Berechtigter

Diese Pension wird Ihnen aufgrund eines von der "Cellule Victimes civiles de guerre et de terrorisme" bearbeiteten Antrags (den beim Sonderhilfsfonds für Opfer vorsätzlicher Gewalttaten gestellt wurde) gewährt. Die Pension kann unter dem Ehepartner/zusammenwohnenden Partner und den Kindern zu Lasten aufgeteilt werden.

Konkret bedeutet dies, dass Sie einen indexierten vierteljährlichen Betrag in Höhe von 3.721,73 €, d.h. 14.886,92 € pro Jahr beanspruchen, wenn der Schadensfall die einzige Todesursache ist, oder wenn das Opfer innerhalb von 5 Jahren nach dem durch den Terroranschlag verursachten Trauma stirbt.

Stirbt das Opfer hingegen nach mehr als 5 Jahren nach dem Terroranschlag, so wird die Pension um ein Viertel oder um die Hälfte verringert (je nachdem, ob der Schadensfall für mehr als die Hälfte oder mehr als 3/4 für die tatsächlichen Ursachen des Todesfalls verantwortlich ist).

Die Rückerstattung jeglicher Kosten für psychologische Betreuung (ärztlichen, heilhilfsberuflichen, pharmazeutischen und Krankenhausaufenthaltskosten), die infolge des Terroranschlages notwendig sind

Stellen Sie bitte einen Antrag auf Rückerstattung bei Ihrer Krankenkasse, die Ihre Unterlagen selbst an die Sachverständigenkommission der HKIV weiterleiten wird.

Den Status der nationalen Solidarität und die Karte der nationalen Solidarität 

Mit dieser Karte können Sie sich als Opfer eines Terroranschlages bei den Krankenkassen und der Gesellschaft anerkennen lassen. Sie werden an der Huldigung der Nation beteiligt.

Indirekte Opfer

  • Sie sind der Ehepartner, der gesetzlich oder tatsächlich zusammenwohnende Partner, der Vater bzw. die Mutter, ein Großelternteil, ein Kind, ein Enkelkind, ein Bruder, eine Schwester des direkten Opfers, oder
  • Sie hatten eine dauerhafte Bindung mit einem direkten Opfer zum Zeitpunkt des Terroranschlages.

Sie beanspruchen:

Die Rückerstattung jeglicher Kosten für psychologische Betreuung, sofern die Störung durch den Terroranschlag verursacht wird

Stellen Sie bitte einen Antrag auf Rückerstattung bei Ihrer Krankenkasse, die Ihre Unterlagen selbst an die Sachverständigenkommission der HKIV weiterleiten wird.

Den Status der nationalen Solidarität und die Karte der nationalen Solidarität

Mit dieser Karte können Sie sich als Opfer eines Terroranschlages bei den Krankenkassen und der Gesellschaft anerkennen lassen. Sie werden an der Huldigung der Nation beteiligt.

 

WICHTIG

Haben Sie Fragen über Ihre Rechte, die anzuwendenden Verfahren oder spezifische Fragen? Dann können Sie sich an die "Cellule Victimes civiles de guerre et de terrorisme" wenden.

Sind Sie nicht mit den getroffenen (medizinischen und/oder administrativen) Entscheidungen einverstanden? Dann können Sie sich innerhalb von 60 Tagen nach der Zustellung der Entscheidungen per Post oder per E-Mail an die "Cellule Victimes civiles de guerre et de terrorisme" wenden. Sie können auch Berufung vor dem Arbeitsgerichtshof einlegen.

Service fédéral des Pensions
 
Service Pensions de réparation et Accidents du travail
Cellule Victimes civiles de guerre et de terrorisme
Tour du Midi
1060 Bruxelles
E-mail :
Tél. : 02 558 60 15 et 02 529 36 79